BerMUN 2 - Scharfenberg mit dabei
Am 10. und 11. März 2006 war es soweit: wir, 6 Schüler Scharfenbergs, besuchten zum ersten Mal eine Model UN. Das Thema der Konferenz lautete „The Digital Divide- Providing Technology to Developing Countries“, was zu Deutsch etwa „Der Abgrund zwischen reich und arm- Bereitstellung von Technologien für Entwicklungsländer“ heißt.

Am 10. März trafen wir uns mit unserem Englischlehrer Tilo Wedemeyer um 7.30 Uhr in Tegel. Gemeinsam fuhren wir zum Ratskeller nach Zehlendorf, wo eine riesige Halle voll mit Delegierten und ein Frühstück auf uns warteten.
Nach der Eröffnungszeremonie wurden wir in verschiedenen Komitees in der John F. Kennedy School eingeteilt. Da ich das Land Kongo vertrat, was wir bei unseren Vorbereitungen mit der Demokratischen Republik Kongo, einem völlig anderen Land, verwechselt hatten, gehörte ich dem afrikanischen Komitee an.
In den Sitzungen verhandelten wir über eine Resolution, was bedeutet, dass die Delegierten gemeinsam einen Lösungsvorschlag erarbeiten. Am zweiten Tag wurde dann aus den einzelnen Resolutionen der Komitees eine endgültige Resolution, der so genannten „General Assembly“ (Vollversammlung) zusammengestellt. Am Abend des ersten Tages wurde nach dem kostenlosen Verzehr von Subway- Sandwiches im Ratskeller der Film „Die Dolmetscherin“ auf Englisch gezeigt.

Nachdem wir am Abend etwa um 22:30 Uhr zu Hause waren, trafen wir uns am nächsten Tag, 11.3. „erst“ um 8:00 Uhr und wurden von unserem Lehrer mit dem Auto mitgenommen. Die Diskussionen fanden ausschließlich in der Vollversammlung statt, was etwas langweiliger war. Ehrlich gesagt war ich relativ froh, als es um 12:00 Uhr Spaghetti gab.
Nach einer weiteren dreistündigen Diskussion über die Verfeinerungen, wählten wir schließlich eine von zwei Resolutionen aus. Anschließend fand die „Closing Ceremony“ statt, wobei jede Schule, neben anderen Ritualen, einen Holzhammer mit Goldgravur und jeder Teilnehmer ein Zertifikat überreicht bekam.

Am Abend fand dann das Highlight des anstrengenden Wochenendes statt: Die Veranstalter hatten das „Pearl Jays“, einen Club in Berlin-Mitte gemietet. Dort sorgte ein DJ für mehrstündige Partystimmung.

Als ich am nächsten Morgen leicht mitgenommen aufwachte, blickte ich auf das Wochenende sehr zufrieden zurück. Auch wenn es teilweise sehr anstrengend war, haben die Konferenzen doch viel Spaß gemacht. Sprachprobleme hatte ich eigentlich keine und die Leute waren sehr nett. Und die Party war natürlich auch richtig gut.

Deshalb steht mein Entschluss fest: Bei der nächsten Model UN bin ich wieder dabei, vielleicht ja sogar in Italien.

Lisa Jöris
Julia, Lisa und Karoline mit Tilo Wedemeyer